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BEN SCHWEGLER

Name: Schwegler

Vorname: Benjamin „Ben“

Heldenstatus: Crossgolf-Europameister 2014 & Nationalspieler 2015

Spitzname: The Analyst, er analysiert jede Spielbahn um Sie perfekt anzugreifen

Crossgolf seit: 05/2012

Platzgolfer“ seit: 09/2012

Ben Schwegler beim Schneecrossgolfen

 

Erzähle uns mal, wie Du zum Crossgolf gekommen bist:

Mich haben schon immer Sportarten interessiert, die strategische Entscheidungen mit sich bringen, die gegebenenfalls auch alleine betrieben werden können und man somit ganz alleine dafür verantwortlich ist, wie erfolgreich man ist. Das trifft beim Golfsport, ob Crossgolf oder „Platzgolf“, voll und ganz zu. Das Klischee vom teuren sowie elitären Golf hatte jedoch auch ich im Kopf und somit nie den Weg in einen Golfclub gefunden. Irgendwann habe ich dann im Fernsehen eine Reportage über Crossgolf gesehen. Daraufhin habe ich meinen guten Freund Google gefragt, was er mir für den Raum Stuttgart so sagen könne. Herausgekommen ist die GolfFellas-Homepage. Kurzer Klick auf die Ansprechpartner und wenn sehe ich da? Richtig, einen Kollegen beim selben Arbeitgeber, den Rasti. Am nächsten Tag angerufen und so kam ich zum Crossgolf.

Was macht für dich persönlich den Reiz beim Crossgolf aus?

Die unterschiedlichen Herausforderungen. Es gibt so gut wie keinen Ort an dem ein Spiel nicht möglich wäre und somit auch unzählige Schwierigkeiten, die es auf dem Weg zum Ziel geben könnte. Man muss flexibel sein und Kreativität an den Tag legen.

Hast Du ein Crossgolf-Lieblingsturnier? Wenn ja, welches?

Jetzt muss ich ein bisschen fremdgehen ;-)

Das Turnier der Winetowner. Natürlich ist es für mich als Nachbar des Spielgeländes ein Heimspiel, aber das ist nicht der Grund. Das Turnier ist einfach eine super Mischung. Es gibt leichte und schwere Bahnen, kurze und lange, fast jede Art von Untergrund und es sind jedes Jahr viele Anfänger dabei, die den Sport ausprobieren möchten. Das ist Crossgolf!

Was ist dein größter Erfolg als Crossgolfer?

Ja, ich bin Europameister 2014 mit der deutschen Mannschaft geworden, ein unvergesslicher Erfolg! Aber, ich sehe das nicht als meinen größten Erfolg, denn ich habe an diesem Tag nicht gut gespielt! Für mich persönlich verbuche ich die diesjährige Qualifikation für die Nationalmannschaft als größten Erfolg. Der Kurs war sehr schwer und ich bin mit dem klaren Ziel angetreten, mich wieder in die Mannschaft zu spielen. Das habe ich geschafft und konnte meine Leistung vom Vorjahr nicht nur bestätigen, sondern sogar deutlich verbessern.

Du hast dich in Wittenberg in die Nationalmannschaft 2015 gespielt, wie war der Tag?

Spielerisch mit Höhen und Tiefen. Der Kurs war wirklich sehr herausfordernd. So gut wie jeder hat meines Wissens mindestens einmal eine elf notiert, die maximale Schlagzahl an diesem Tag pro Loch. Persönlich war es mal wieder ein Treffen der Crossgolf-Familie. Es ist einfach toll, die ganzen Menschen, die ich in den letzten zwei bis drei Jahren durch diesen Sport kennenlernen durfte, an unterschiedlichsten Orten in Deutschland zu treffen.

EUGC 2015 London und Du bist dabei! Was erwartest Du denn dort?

England ist Golfland. Somit erwarte ich ein gut organisiertes Turnier, ein aufgeschlossenes Publikum und einen durchdachten Parkour. Ansonsten natürlich auch viel Spass, denn das muss es einfach immer machen und natürlich freue ich mich auf die ganzen Spieler der anderen Länder.

Welche Chancen räumst Du der deutschen Mannschaft ein, gelingt die Titelverteidigung?

Das Team ist stark, keine Frage. Aus meiner Sicht sogar besser als das letztjährige. In meinen Augen fahren wir mit dem Ziel der Titelverteidigung nach London und dafür räume ich uns alle Chancen ein. Wenn wir unsere beste Leistung abrufen, wird es für die anderen Länder schwer!

Wer ist aus Deiner Sicht im Favoritenkreis?

England als Golf- sowie Gastgeberland mit Heimvorteil und die Franzosen, die traditionell wissen, wie man den Schläger schwingt. Rechnet man nun noch Deutschland hinzu, denke ich, ist der kommende Europameister darunter.

Da wir wissen, dass Du auch „Platzgolf“ spielst, sag uns mal Dein Handicap:

-32,0

Crossgolf vs. „Platzgolf“, ein Dauerthema. Wie siehst Du das denn?

Das Wort „versus“ ist völlig falsch! Beides sind Golfsportarten, aber unterschiedliche Disziplinen. Ich stelle einfach mal den Vergleich zum Radfahren an. Es gibt das Mountainbike und das Rennrad. Beides Radsport aber doch völlig unterschiedlich. Ich für meinen Teil möchte weder auf Crossgolf, noch auf „Platzgolf“ verzichten.

Hast Du ein Vorbild?

Schon als Kind hat mich immer ein gewisser Michael Schumacher begeistert. Der in normalen Verhältnissen aufwuchs und wie jeder seine Ausbildung absolvierte. Aber er war talentiert und nutzte die Chancen die er bekam, dabei war er auch durchaus kompromisslos. Das Ende kennt jeder, die Scuderia Ferrari am Ende der 90er-Jahre und Anfang der 2000er kann man durchaus auch als Team Schumacher bezeichnen, er hat eine Ära eingeleitet. Golferisch, wie sollte es anders sein, natürlich ein Bernhard Langer und Martin Kaymer, aber auch ein Marcel Siem.

Deine Ziele beim Crossgolf/“Platzgolf“?

Beim Crossgolf möchte ich das sehr erfolgreiche Jahr 2014 möglichst fortsetzen. Letztes Jahr gab es natürlich zu aller erst den Gewinn der Europameisterschaft. Aber auch den süddeutschen Team-/Wanderpokal konnten die GolfFellas für sich entscheiden. Außerdem konnte ich meinen eigenen ersten Turniersieg erringen und hatten ansonsten fast ausnahmslos Top10-Platzierungen zu verzeichnen. Auf dem Platz habe ich mir ein Handicap von 24 – 25 für dieses Jahr als Marke gesetzt. In 2016 soll dann die 20 fallen und ich die Bogey-Runde in Angriff nehmen.

Wo siehst du Crossgolf in zehn Jahren innerhalb von Deutschland?

Grundsätzlich bekannter. Noch wird man teilweise schief angeschaut und das Treiben mit Skepsis verfolgt. Ich würde mich freuen, wenn man in zehn Jahren einfach rausgehen beziehungsweise überall spielen kann und sich Passante dabei nur denken: „Ach guck mal, die spielen Crossgolf.“ :-)